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Barrierefreies Wohnen: ein Überblick

Nicht nur Senioren sind aufgrund typischer Altersbeschwerden auf barrierefreie Wohnräume angewiesen. Auch in jungen Jahren können Behinderungen oder temporäre Mobilitätseinschränkungen nach Unfällen und Operation ganz alltägliche Situationen zum schier unüberwindbaren Hindernis werden lassen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Wohnungen und Häuser barrierefrei gestalten und die Mobilität in den eigenen vier Wänden zurückerlangen.

So werden die eigenen vier Wände barrierefrei

“Barrierefrei” bedeutet, dass Wohnräume, aber auch Arbeitsstätten, für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen nutzbar und zugänglich bleiben. Wenn nicht bereits beim Hausbau oder der Gestaltung einer Wohnung auf Barrierefreiheit geachtet wurde, sind vor allem Eingangsbereiche, Treppenhäuser, Küchen und Badezimmer in den seltensten Fällen barrierefrei. Auch Terrassen und Balkone stellen Menschen mit einer Gehbehinderung oft vor große Probleme.

Definition Barrierefreiheit

Der Begriff der Barrierefreiheit im ist Paragraph 4 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) genau definiert. Darin heißt es:

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.

Der barrierefreie Eingangsbereich

Befindet sich die Wohnung nicht im Erdgeschoss, müssen fast immer Stufen überwunden werden. Wer diese aus eigener Kraft nicht bewältigen kann, weil er auf Rollstuhl oder Gehhilfe angewiesen ist, kann sich mit einer Rollstuhl(rampe) behelfen.

Sind es nicht nur drei, vier, sonder ein paar Stufen mehr, kann ein sogenannter Hublift Personen samt Rollstuhl oder Gehhilfe auf die nächste Ebene befördern. Im Treppenhaus können je nach Gehbehinderung Sitzlifte oder Plattformlifte das Mittel der Wahl sein. Auch klassische Türen werden in barrierefrei umgebauten Wohnräumen durch Schiebetüren oder Automatiktüren und ausreichend breite Durchgänge ersetzt.

–> die Treppenlift-Arten im Überblick

Nicht nur im Wohneigentum, sondern auch in Mietwohnungen (Mehrfamilienhäusern), ist der Einbau eines Treppenlifts möglich. Besteht eine medizinische Notwendigkeit, kann keine Partei dem barrierefreien Umbau widersprechen. Allerdings müssen gewisse Vorschriften und DIN-Normen eingehalten werden. Ist die Treppe beispielsweise nicht breit genug, um trotz Treppenlift als Fluchtweg zu dienen, kann der Treppenlift-Einbau untersagt werden. Tipp: Hängelifte sind platzsparende Alternativen, da die Führungsschienen an der Decke, statt wandseitig, installiert werden.

Barrierefreies Badezimmer

Für körperlich beeinträchtigte Personen ist die tägliche Hygiene ein Kraftakt – jedenfalls dann, wenn Bad und WC nicht barrierefrei gestaltet sind. Barrierefreie Duschkabinen sind deshalb ebenerdig, um Rollstuhlfahrern und Senioren mit eingeschränkter Beweglichkeit den Einstieg zu erleichtern. Mal ganz vom Komfort abgesehen sind barrierefreie Bad-Elemente auch vom Design her echte Hingucker, die aus alten Badezimmern frische und einladende Wellness-Oasen zaubern. Übrigens: Auch Badewannen gibt es in barrierefreier Ausführung mit Einstiegstür. Alternativ dazu kann man alte, noch nicht barrierefreie Badewannen durch einen Badewannenlift ergänzen.

Barrierefreie Küche

Hoch hängende Küchenschränke, in denen sich die Teller und Tassen stapeln, sind das Gegenteil einer barrierefreien Küche. Stattdessen sollten Elektrogeräte und Schränke auch im Rollstuhl sitzend gut erreichbar und nutzbar sein. Bei Senioren und Personen, die sich schlecht bücken könne, sollten sich Herd, Spülmaschine und Co auf Brusthöhe befinden. Selbst ohne körperliche Beeinträchtigung sind solch modern aufgeteilten Küchen eine Wohltat für den Rücken.

Zuschüsse für barrierefreie Umbaumaßnahmen

Im Idealfall achtet man bereits beim Neubau auf eine alters- und behindertengerechte Ausgestaltung der Wohnräume. Sowohl beim geplanten Bau als auch bei der Umgestaltung bestehender Häuser und Wohnungen können staatliche Förderungen und Zuschüsse bei der Kranken- / Pflegekasse beantragt werden.

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